Veeam-Lizenzen nach Verbrauch statt Vorabkauf
Keine Lizenz, die du kaufst, bevor du weißt, wie viel dein Kunde wirklich sichert.
Der klassische Weg verlangt eine Entscheidung, die du zu früh treffen musst: Wie viele Workloads sichert dein Kunde in den nächsten drei Jahren? Du kaufst Lizenzen für eine Zahl, die noch niemand kennt. Liegst du zu hoch, zahlt dein Kunde für Luft. Liegst du zu niedrig, sitzt du mitten im Projekt in der Nachverhandlung.
Veeam Pay-per-Use dreht das um. Abgerechnet wird monatlich, nach dem, was tatsächlich gesichert wurde. Kein Vorabkauf, keine Festlegung auf drei Jahre, kein Restwert, der bei einer Migration verfällt.
Wie sich der Verbrauch berechnet
Grundlage ist das Punktemodell des Veeam-Service-Provider-Programms. Jeder Workload-Typ trägt eine feste Punktzahl, monatlich gemeldet. Eine virtuelle Maschine zählt anders als ein physischer Server, eine Workstation anders als beides.
Was die meisten überrascht: Die Editionswahl bewegt mehr als jeder Rabatt. Ein realer Fall aus unserer Beratung — 37 virtuelle Maschinen, 8 physische Server, eine Workstation:
- in der Standard-Edition sind das 277 Punkte im Monat,
- in der Enterprise-Edition 425 Punkte,
- in Enterprise Plus 499 Punkte.
Dieselbe Umgebung, derselbe Kunde, fast der doppelte Verbrauch — allein durch die Edition. Wer hier eine Stufe zu hoch einsteigt, verschenkt jeden Monat mehr, als jede Rabattverhandlung je einbringt. Deshalb steht am Anfang unserer Beratung nicht der Preis, sondern die Zählung: Welche Workloads sind es genau, und welche Funktionen braucht dein Kunde wirklich?
Eine Besonderheit, die wir lieber vorher sagen: Abgerechnet wird der Spitzenwert im Meldezeitraum, nicht der Durchschnitt. Wer für eine Migration kurzzeitig doppelt lizenziert, zahlt in diesem Monat für den Höchststand. Das ist keine Falle, sondern die Zählweise des Herstellers — aber ein Grund, größere Umbauten mit uns abzustimmen, statt sie am Monatsende zu bemerken.
Was du dabei nicht selbst machen musst
Das Modell allein ist nicht der Wert. Den Verbrauch melden könntest du auch selbst — und genau dort entscheidet es sich.
Hinter der monatlichen Meldung steht ein Ablauf: Nutzungsdaten aus der Service-Provider-Konsole ziehen, gegen den Vormonat abgleichen, Auffälligkeiten klären, fristgerecht einreichen. Das klingt nach einer halben Stunde. Es ist eine halbe Stunde — in jedem Monat, für jeden Kunden, mit einer Frist, die nicht verhandelbar ist.
Wie teuer ein Fehler darin wird, zeigt ein Fall aus dem Providerbetrieb: Die automatische Erfassung meldete rund 10.170 Punkte, in Rechnung gestellt wurden 8.915. Gut 1.250 Punkte Differenz — Monat für Monat, unbemerkt, zulasten des Anbieters. Wer nicht abgleicht, verschenkt Geld, ohne es je zu sehen.
Ein IT-Dienstleister hat den Eigenbetrieb ein Jahr lang durchgezogen und dann aufgegeben. Nicht, weil die Technik zu schwer war, sondern weil sich der immer gleiche manuelle Abgleich alle drei Monate pro Agent nicht amortisiert hat.
Was wir dabei nicht behaupten: dass du ohne uns Lizenzen von Hand erneuern müsstest. Eine selbst betriebene Service-Provider-Konsole automatisiert das durchaus. Der Unterschied liegt eine Ebene höher — nicht die Automatik ist das Produkt, sondern die betriebene Plattform dahinter: die Konsole, die Cloud-Connect-Infrastruktur, die Meldungen, die Fristen, und jemand, der hinsieht, wenn eine Zahl nicht stimmt.
Was das für deine Marge heißt
Du kaufst bei uns ein und verkaufst an deinen Kunden — zu deinem Preis, in deinem Namen. Vertrag und Rechnung laufen über dich, wir treten gegenüber dem Endkunden nicht auf. Wie das im Detail aussieht, steht auf White-Label.
Weil monatlich abgerechnet wird, wächst dein Umsatz mit dem Kunden mit, ohne dass du in Vorleistung gehst. Das ist der eigentliche Hebel: Du verkaufst Backup, ohne vorher Kapital zu binden.
Was der Vertrag sagt
Der Punktpreis aus deinem Angebot gilt zwölf Monate fest. Danach wird angepasst, weil auch der Hersteller anpasst — das schreiben wir hin, statt es später zu erklären.
Der Vertrag läuft zwölf Monate. Rechnest du monatlich ab, hast du drei Monate Probezeit mit kurzer Kündigungsfrist. Wie sich der Preis zusammensetzt und was ihn treibt, steht auf Preise.
Für wen sich das nicht lohnt
Wenn dein Kunde eine feste, kleine Umgebung hat, die sich in drei Jahren nicht verändert, und du ohnehin gute Einkaufskonditionen hast, kann der klassische Lizenzkauf günstiger sein. Wir rechnen dir beides durch und sagen es dir, wenn es so ist. Ein Partner, dem wir das falsche Modell verkauft haben, kommt nicht wieder.